Pflegegrade

Ab dem 01. Januar 2017 werden die bisherigen Pflegestufen durch fünf neue Pflegegrade ersetzt. Die Überleitung in die neuen Pflegegrade erfolgt automatisch.

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Die Einstufung der Pflegegrade erfolgt wie nachfolgend dargestellt

Bei Menschen mit ausschließlich körperlichen Einschränkungen gilt die Regel „+1“

In Pflegestufen bis 2016In Pflegegraden ab 2017
01
12
23
34
3 (Härtefall)5

Bei Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz gilt die Regel „+2“

In Pflegestufen bis 2016In Pflegegraden ab 2017
1
02
13
24
35

Wie werden die fünf Pflegegrade ermittelt?

Anders als die bisherigen Pflegestufen, welche sich am Zeitaufwand der benötigten Hilfe orientierten, werden die Pflegegrade anhand des Grades der Selbstständigkeit der pflegebedürftigen Person ermittelt.

Folgende Aspekte werden bei der Ermittlung des Pflegegrades berücksichtigt:

  1. Mobilität: Wie selbstständig kann der Begutachtete z. B. noch Treppen steigen oder sich selbstständig umsetzen?
  2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten: Wie findet sich der Betroffene z. B. in seinem Alltag örtlich und zeitlich zurecht? Kann er noch selbst Entscheidungen treffen?
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen: Ist der Antragsteller z. B. nachts unruhig? Zeigen sich bei ihm motorisch geprägte Verhaltensauffälligkeiten?
  4. Selbstversorgung: Wie selbstständig ist der Antragsteller noch in Bezug auf Körperpflege, dem An- und Auskleiden und der Zubereitung von Essen und Trinken?
  5. Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen: Welche Unterstützung braucht der Antragsteller z. B. bei der Medikamenten- oder Sauerstoffgabe?
  6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte: Kann sich der Betroffene z. B. noch gut selbst beschäftigen? Pflegt er noch selbst seine sozialen Kontakte?